August 2010Bewohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des "Hauses an der Verdistraße" spenden für Flutopfer in Pakistan In diesem Sommer der Katastrophen ist die Not an vielen Orten dieser Welt groß. Uns – den Bewohnern, den Mitarbeiterinnen und den Mitarbeitern des „Hauses an der Verdistraße“ – geht es gut. Wir können auf die Solidarität unserer Gesellschaft zählen und sind dankbar dafür. Wir, die ehemals obdachlosen Bewohner des Hauses und ihre Helfer, wollen dazu beitragen, dass die Not der Menschen in den Überschwemmungsgebieten in Pakistan gelindert werden kann. Deshalb spenden wir für die Menschen, denen es schlechter geht, als uns, einen Betrag in Höhe von 650 €. Wir haben diese Summe an die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ überwiesen. Der Verzicht, den wir dafür leisten, ist für uns verkraftbar und steht in keiner Relation zu dem Leiden der Opfer der Naturkatastrophe. Es wäre schön, wenn sich möglichst viele uns anschließen und für die in Not geratenen Menschen spenden würden. München, 16. August 2010 Bewohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des „Hauses an der Verdistraße“ Juli 2010Kunst- und Werkausstellung Vom 14. bis 17. Juli 2010 fand in einem leer stehenden Laden in der Verdistraße 45 eine Kunst- und Werkausstellung statt, in der Bilder unserer Malgruppe "Painting Penners" und in Handwerksarbeit hergestellte Gegenstände (Becher, Vogelfutterstellen, Magnete für Magnettafeln, schöne Fußballer-Garderoben für Kinder, bemalte Regale aus alten Holzkisten, Leuchtturm-Dekoration aus Tontöpfen, Insekten-Hotel für Überwinterung von Insekten im Garten, Fühl-Memory, Geräusche-Memory und vieles andere mehr) zum Verkauf angeboten wurden. Es herrschte reger Besucherandrang. Wir freuen uns, dass wir einen Erlös von ca. 1500 € erzielen konnten, wovon die Hälfte an die Künstler weitergereicht wurde. Die andere Hälfte kommt den Bewohnern des Hauses zugute. Fotos finden Sie auf unserer Seite „Verdistraße“ in der dortigen „Fotogalerie“. April 2010 Am 13.04.2010 fand eine unangekündigte turnusmäßige Prüfung der Heimaufsicht statt. Den Prüfbericht können Sie am am Ende der Seite herunterladen. „King Ingo“ trotzt mit Ohrenschützern dem Verdi-StraßenlärmVon Ende Oktober bis Anfang Dezember 2009 hatte „King Ingo“ am Hans-Mielich-Platz in Giesing eine Heimat gefunden. Anschließend konnte er sich bis zum 27. April 2010 in unserer Werkstatt ausruhen. Dann musste er sich wieder präsentieren: Am 28. April fand vor unserem Haus die feierliche Enthüllung der Skulptur „King Ingo“ statt, die Bewohner des Hauses an der Verdistraße im Jahre 2009 entworfen und gefertigt hatten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses hatten den kreativen Prozess unterstützend und organisatorisch begleitet. Der Bezirksausschuss Giesing-Harlaching hatte unserem Verein einen Zuschuss in Höhe von 500,-- € für die Schaffung der Skulptur gewährt. Nun reckt „King Ingo“ an der Frauendorfer-/ Ecke Verdistraße sein stolzes Haupt empor – und zu seinen Füßen sitzt eine abgerissene, gar nicht stolze Gestalt. Statt eines Gesichts ziert sie ein Spiegel. Was es mit „King Ingo“ und der anderen Gestalt auf sich hat, erzählt Ihnen Herr Orlop, ein Bewohner unseres Hauses: „Sehr geehrte Damen und Herren, verehrtes Publikum, es ist uns eine große Ehre, diesen Platz mit unserer Skulptur zu bereichern. Mein Name ist Ingo Orlop. Ich wohne mit 57 Männern im Haus an der Verdistraße. Ich bin in der Malgruppe, die einmal wöchentlich im Haus stattfindet. In vielfältigen Variationen habe ich immer wieder Hirsche gemalt. Deshalb bin ich quasi der Vater der Idee.Hier auf diesem Platz steht der Hirsch als Sinnbild von Reichtum, Macht, Ignoranz und Potenz.Die Figur zu seinen Füßen symbolisiert die Armut und Ausgrenzung in unserer Gesellschaft. Arbeitslosigkeit, Krankheit, Obdachlosigkeit und Armut kann jeden treffen. Wenn Sie in das Gesicht dieses Mannes schauen, werden sie erkennen, dass es jedem passieren kann. Wir, die Bewohner, sind froh, dass wir diese Skulptur mit den Mitarbeitern der Einrichtung gemeinsam gestalten konnten. Diese Aufgabe hat uns viel Freude gemacht. Nun wünsche ich Ihnen viel Inspiration beim Betrachten der Skulptur.“ Da die Enthüllung der Skulptur am internationalen „Tag gegen den Lärm“ stattfand, trug „King Ingo“ an diesem Tag Ohrenschützer. Über den „Tag gegen den Lärm“ schrieb die „Süddeutsche Zeitung“ am 29. 4. 2010: „Die Verdistraße ist laut. Richtig laut. Tagein, tagaus wälzt sich eine Autoschlage morgens in die Stadt und abends wieder heraus. Und wer meint, dass es nachts besser ist, täuscht sich. Denn dann mutiert die Straße zur Rennstrecke, auf der die Motoren aufheulen. Gegen diesen täglichen, unerträglichen Krach protestierten am gestrigen internationalen „Tag gegen den Lärm“ Peter Knoch von der Initiative Boulevard Verdi-Allee (BVA), Helmut Schmidt vom Alten- und Service-Zentrum Obermenzing, Silvia Gonzales von Green City, Angela Scheibe-Jäger (BVA) und Dieter Bamberg von der Wohnhilfe mit einer symbolischen Lärmschutzmauer aus Strohballen. Erstaunlich: Vor der Wand hörte man nur die Autos, dahinter konnte man die Vögel beim Zwitschern belauschen.“ Fotos vom „Tag gegen den Lärm“ und von der „King Ingo“-Enthüllung finden Sie auf unserer Seite „Verdistraße“ in der dortigen „Fotogalerie“. Ehrung für das „Haus an der Verdistraße“ Am 21. April wurde der stellvertretende Vorsitzende des WOHNHILFE E.V., Herr Dieter Bamberg, in seiner Funktion als Leiter des „Hauses an der Verdistraße“ von der CSU Obermenzing ausgezeichnet. Er erhielt – so die Begründung – „in Anerkennung seiner Verdienste um die gesellschaftliche Integration von Obdachlosigkeit bedrohter Mitbürger“ den Obermenzinger Würm-Taler für das Jahr 2008. Die Preisverleihung fand im Festsaal des Alten Wirts in Obermenzing statt. Der Vorsitzende der CSU Obermenzing Frieder Vogelsgesang wies darauf hin, dass der Würm-Taler jeweils rückwirkend verliehen wird. In ihrer kurzweilig-humorvollen Laudatio ging die Stadträtin Ursula Sabathil anfangs noch einmal auf die Turbulenzen ein, die die Etablierung des „Hauses an der Verdistraße“ in Obermenzing hervorgerufen hatte und schilderte dann unter anderem, wie sich das Projekt mittlerweile dank der Arbeit von Dieter Bamberg Respekt und Anerkennung im Stadtteil erworben hätte. Dieter Bamberg betonte in seiner knappen Dankesrede, dass er allein nichts hätte erreichen können und deshalb den Würm-Taler gerne mit seinen wunderbaren und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allen Arbeitsbereichen teile – und auch mit den herrlichen, originellen, aber auch sperrigen Bewohnern des „Hauses an der Verdistraße“. Alle gemeinsam hätten das ihre dazu getan, dass die Menschen, die in der Verdistr. 45 wohnen, von den Obermenzingerinnen und Obermenzingern gut aufgenommen worden seien. Und deshalb hätten sie auch alle gemeinsam diese Auszeichnung verdient. Dieter Bamberg wurde zu der Verleihung des Würm-Talers von seiner Familie und von Freunden begleitet, außerdem von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ersten Stunde, von einem Heimbeiratsmitglied, vom Vereinsvorsitzenden Helmut Berger und dem ältesten Vereinsmitglied des WOHNHILFE E.V., Herrn Dieter Lenkeit. Am gleichen Abend erhielten außerdem Barbara und Franz Xaver Grandl den Würm-Taler 2009 für besondere kulturelle Verdienste. März 2010 Unser Jahresbericht für das Jahr 2009 ist erschienen und kann weiter unten herunter geladen werden. Drei Meister-Fußballer besuchen das „Haus an der Verdistraße“ Am 4. März 2010 um 14 Uhr war es soweit: Die Deutschen Fußballmeister von 1966, Fredi Heiß und Bernd Patzke, von 1860 München erwiesen uns die Ehre ihres Besuches; ebenso der Weltmeister, Vizeweltmeister und mehrfache deutsche Meister (Titelaufzeichnung nicht vollständig!) Paul Breitner von Bayern München. Ein derzeit leer stehendes Ladenlokal im „Haus an der Verdistraße“ war von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern funktionell ausgestattet und liebevoll dekoriert worden, damit dort eine „Talk-Runde“ mit den drei Herren und, daran anschließend, ein Torwandschießen stattfinden konnten. Nach einem Rundgang durch unser Haus begaben sich die drei Herren in den Veranstaltungsraum, wo sie von ca. 80 erwartungsfrohen Veranstaltungsteilnehmern (Bewohner, MitarbeiterInnen, auswärtige Gäste, JournalistInnen) mit Beifall begrüßt wurden. Die prominenten Besucher berichteten über ihren Werdegang, schilderten amüsante Ereignisse aus ihrer aktiven Zeit und beantworteten Fragen aus dem Publikum (z.B. „Warum spielt ‚Sechzig’ eigentlich derzeit so schlecht?“) ausführlich und geduldig. Beim anschließenden Torwand-Schießen – nach dem Muster des ZDF-Torwand-Rituals – erwies sich der 69-jährige Fredi Heiß mit vier Treffern als bester Torschütze, der sowohl über seine prominenten Kollegen triumphierte als auch über die konkurrierenden Bewohner und Mitarbeiter. Danach begab man sich in den Speisesaal unseres Hauses, wo die Herren Heiß, Patzke und Breitner bei Kaffee und Kuchen mit den Bewohnern in kleiner Runde weiter diskutierten und für Autogrammwünsche zur Verfügung standen.Gegen 17 Uhr endete diese heitere „Meister-Feier“ und alle, die die prominenten Fußballer erlebt hatten, waren beeindruckt von dem ganz und gar unprätentiösen Auftritt der drei Meisterspieler. Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie auf unserer Seite „Verdistraße“ in der dortigen „Fotogalerie“. Dezember 2009Wohnungslose Menschen spenden für Kinderhospiz Einige Bewohner des „Hauses an der Verdistraße“ hatten eine Idee: sie wollten eine Woche lang auf Alkohol verzichten und das Geld, das sie ansonsten in dieser Woche in Alkohol investiert hätten, für eine gute Sache spenden. Sechs von den zehn Bewohnern, die eine Woche lang abstinent leben wollten, haben diese Woche auch tatsächlich alkoholfrei hinter sich gebracht. Um bei evtl. auftretenden gesundheitlichen Komplikationen eine rasche Intervention sicherzustellen, waren die Bewohner pflegerisch eng begleitet worden – und selbstverständlich waren sie unregelmäßigen Alkoholkontrollen unterworfen. Auch dank ihrer verminderten Ausgaben für Alkoholika war es den Bewohnern möglich, 100,-- € zu sparen, die auf Beschluss der sechs Bewohner, die eine Woche lang „trocken“ geblieben waren, dem Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach zugute kommen sollten. Das Kinderhospiz ist eine Anlauf- und Erholungsstelle für Familien mit unheilbar und lebensbegrenzt erkrankten Kindern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Hauses haben die Summe, die die Bewohner gespart haben, noch aufgestockt. Und am Freitag, den 18. Dez. 2009 haben fünf Bewohner, eine Sozialpädagogin und der Leiter unseres Hauses einen Ausflug nach Bad Grönenbach gemacht, um an Ort und Stelle dem Kinderhospiz den Betrag i.H.v. 700,-- € auszuhändigen. Fotos von der Scheckübergabe finden Sie in unserer „Fotogalerie“. April 2009Zum 23. April 2009 ist unser neuer Flyer erschienen hier können Sie die Datei herunterladen:
Bericht Heimaufsicht April 2010
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