Die Entwicklung des Wohnhilfe e.V., Verein für betreutes Wohnen, Jugendhilfe, Erziehung und Bildung
14.02.1989 Gründung des Vereins Wohnhilfe in der Schwabinger Gastwirtschaft Scharfes Eck. Dem Verein gehören (Stand Juli 2011) fünfzig Mitglieder an, darunter der Kabarettist Dieter Hildebrand.
September 1993 Eröffnung der Wohngemeinschaft am Sumpfmeisenweg 5 in Lochhausen. Dort wurden bis Juli 2011 140 junge Erwachsene, im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften des § 13, 3 SGB VIII, betreut und in berufliche oder schulische Ausbildung oder feste Anstellungsverhältnisse vermittelt.
August 1995 Die Einrichtung Jugendpension (kurz JuP), eine Jugendschutzstelle für Mädchen und Jungen, wird eröffnet. Seither sind in den beiden Häusern an der Neumarkterstrasse (bis zum April 2001) und in der Nockherstrasse (ab Mai 2001) mehr als 3500 Mädchen und Jungen, mit dem Wichtigsten versorgt und pädagogisch betreut worden.
April 1996 Etablierung der ersten „Zweier-Wohngemeinschaft“ in der Sachrangerstr. 2, im Stadtteil Giesing. Es werden sozial- und ausbildungsintegrative Maßnahmen, gem. § 13,3 SGB VIII, durchgeführt. Bis zum Jahr 2002 entstanden im gleichen Haus drei weitere Wohngemeinschaften.
1996-1998 Der Versuch eine therapeutische Einrichtung für Suchtmittel konsumierende/abhängige Minderjährige in Oberwiesenthal/ Sachsen zu eröffnen scheiterte, weil große Teile der Bevölkerung und die Stadtverwaltung um den Ruf der Gemeinde fürchteten und gegen das Unterfangen „Sturm liefen“.
Mai 1999 Die Mitglieder des Wohnhilfevereins stimmten mit knapper Mehrheit gegen das Projekt, eine „geschlossene Einrichtung“ für Minderjährige in München zu schaffen.
Mai 2002 Einwöchiger Fluthilfeeinsatz von zehn Jugendlichen aus der JuP mit zwei Betreuern in Sachsen. Auszeichnung der Helfer mit dem Sächsischen Fluthelfer-Orden, durch den sächsischen Ministerpräsidenten.
2000-2010 Ausbau unseres Anwesens in Pakod/Ungarn. Es steht sowohl für die vereinseigenen Einrichtungen als auch für andere Interessierte zur Verfügung.
2002-2003 Projektierung des mobil-stationären Jugendhilfeangebotes KARAWANE, einer Alternative zur stationären Unterbringung von Jugendlichen.
November 2004 Eröffnung des Hauses an der Verdistrasse gegen den Widerstand von Teilen der Bevölkerung und politischer Mandatsträger im Bezirksausschuss aber mit tatkräftiger Unterstützung durch das Sozialreferat. In der Einrichtung werden ältere behinderte und chronisch kranke, ehemals wohnungslose, Männer pflegerisch und sozialpädagogisch betreut. Bereits am Ende des Jahres war das Haus voll belegt.
Januar 2005 Eröffnung des Hauses an der Albert-Roßhaupter-Str. 66 (ARO66) ohne negative Schlagzeilen. Das Haus bietet 14 Männern Platz im Langzeitbereich und ähnelt damit dem Konzept des Hauses an der Verdistrasse. Im Übergangsbereich werden 27 Plätze vorgehalten. Die Klienten sollen mittels sozialpädagogischer Hilfen soweit stabilisiert werden, um in Zukunft ohne stationäre Hilfe, ggf. mit ambulanter Unterstützung, den Alltag bewältigen zu können.
Oktober 2008 Vergebliche Bewerbung, im Rahmen einer Ausschreibung, für das Clearinghaus in Großhadern.
Oktober 2008 Start des „Holzprojektes der JuP“. Einschlagen von Holz in den Staatsforsten und verarbeiten zu Kaminholz.
Januar 2009 Eröffnung der ersten therapeutischen Wohngemeinschaft (TWG), einem Verselbstständigungsangebot für Klienten der ARO66.
Februar 2009 Belegung von vier Plätzen in der Außenwohngruppe der JuP (für junge Erwachsene), im Stadtteil Harlaching, die der Verein auf Bitte des Stadtjugendamtes im Januar eingerichtet hatte.
April 2009 Anmietung des ehemaligen Restaurants „Zacherlgarten“ in der Au, Ohlmüllerstr. 45. Dort sollen ein Kindergarten und eine Kinderkrippe entstehen (Kindertagesstätte, kurz Kita).
Juli 2009 Beginn der umfangreichen Umbauarbeiten der Kindertagesstätte
Oktober 2010 Kooperation mit der GEWOFAG bezüglich der Anmietung von Wohnungen für Klienten, die von Mitarbeiter/innen der ARO66 (im Rahmen des betreuten Einzelwohnens, kurz BEW) nachbetreut werden.
Juli 2010 Fertigstellung der Kindertagesstätte Auenland
August 2010 Inbetriebnahme der Kindertagesstätte (36 Plätze)
September 2010 Eröffnung von zwei Wohngemeinschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in München (in den Stadtteilen Giesing und Haidhausen)
Februar 2011 Eröffnung einer weiteren Wohngemeinschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Münchener Stadtteil Ramersdorf
Mai 2011 Eröffnung der „therapeutischen Wohngemeinschaft“, eine ambulant betreute Einrichtung für die unbefristete Unterbringung überwiegend älterer behinderter oder von Behinderung bedrohter Personen im Stadtteil Ramersdorf. Vermieterin der sanierten großen Wohnung im Erdgeschoß ist die GEWOFAG.
Oktober 2011 Eröffnung der vierten Wohngemeinschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Stadtteil Ramersdorf |